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Zorn
zorn

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Ambivalent

Meine Gefühle sind ambivalent. Und sehr schwankend. Den einen Moment sage ich mir, das hatte alles keinen Wert und es ist gut, wenn es vorbei ist, jedenfalls erstmal pausiert. Den nächsten Moment möchte ich gegen die Wände anrennen, die sich da gebildet haben aus Schweigen, aus Vergessen, aus Missverständnissen. Dann wünsche ich mir, ich habe Recht (wovon ich nicht überzeugt bin) und S sieht es ein und es löst sich alles. Aber ich habe so oft versucht meinen Standpunkt, meine Bedürfnisse und Wünsche klar zu machen, dass ich nicht glaube, dass so eine Einsicht noch stattfindet. Nicht ohne Einwirkung höherer Mächte – und dann ...wieso sollten diese Mächte zu meinen Gunsten eingreifen? Vielleicht stelle ich zu hohe Ansprüche an eine Freundschaft. Vielleicht muss man als Freundin nicht konkret “Ja” sagen, wenn man gefragt wird, ob man eine Verabredung hat, sondern es reicht zu sagen: ich hab da nichts besseres vor. Vielleicht bin ich verquer, wenn ich mir wünsche, dass man nicht immer davon überzeugt ist, dass man weiß, was passt, was nicht passt, wie die Dinge sind. Oder das man ein bisschen Initiative zeigt, wenn es um mich geht und man vielleicht doch ungeliebte 60 Minuten Bahnfahrt in Kauf nimmt, um mich ab und an einmal zu besuchen.
Gerade frage ich mich, warum es mich zu beschäftigt, wenn ich ausgeschlossen werden, wenn S ihre Probleme mit anderen bespricht und mir dann “beiläufig” mitteilt, dass ein Gespräch zwischen ihr und mir nicht mehr nötig ist, weil sie schon mit anderen gesprochen hat.
Was für beschissene Umstände!
Freitagsabends die Frage, ob wir uns Sonntags sehen.
Meine Antwort: möglich, aber nicht sicher, wir können auf jeden Fall telefonieren diesbezüglich.
Ihre Antwort: ja, machen wir.
Dann mein Angebot, dass sie, wenn sie im Laufe des Abends doch noch Zeit hat, mich anruft. Das tut sie nicht, moniert aber später, dass ich geschlafen habe. Ja, habe ich: neben dem Telefon.
Samstags dann kein Kontakt wegen Abwesenheit über Tag von hier und über Nacht von mir.
Sonntags kein Kontakt, weil sie morgens schon zur Verabredung mit Dritten gefahren ist, zu der ich dann – wie bereits als Möglichkeit genannt – nicht komme.
Und abends dann die “mokante” Ansage, dass kein Gesprächsbedarf mehr da wäre (s.o.) und die Behauptung, ich hätte zugesagt, ich wäre da und sie hätte mit Telefonieren morgens gemeint.
Ich kann beweisen, dass ich in den Fakten recht habe – aber es hilft nichts gegen diese Moment des Zweifels und wo es weh tut, wo ich mir einfach wünsche, dass eine Freundschaft, in die ich so viel investiert habe, nicht so sang- und klanglos untergeht.
Außerdem bleibt die Frage: wieviel Freundschaft kann ich mir, mit meinem Anspruch an mich selbst, eigentlich leisten?
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