Zorn (zorn) wrote,
Zorn
zorn

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Sonderbare Gefühle...


Ich habe eine Mail fertig gemacht mit dem Ende des Spieles, das S gecancelt hat. Ja, mitten im Showdown, einen, höchsten zwei Abende vor dem Ende. Ich habe sie geschrieben (finde den Text sogar gut) und dennoch habe ich sie nicht abgeschickt. Es hätte so was endgültiges. Und ein Teil von mir hat Angst vor dieser Entgültigkeit. Ich denke, es wird gleich ein Moment kommen, wo ich in meinen "Entwürfe"-Ordner klicke und die Mail mit eisigem Blick auf den Weg bringe. Aber solange hoffe ich noch auf ein Wunder, das nicht kommen wird. Ich bin also durchaus auch in der Lage, mir etwas vorzumachen. Und ganz dämlich hoffe ich, dass jemand S sagt, du machst Scheiße, nimm dich zusammen. Und sie hört drauf und findet es auch - und noch schöner, es IST auch so. Und ich hab es richtig gemacht. Und alles löst sich in Wohlbefinden auf.
Aber a) wäre da niemand, b) wäre S meiner Meinung nach mit ihren Depressen nicht in der Lage, sich zu besinnen (wobei es für meine Arroganz steht, dass ich immer noch besinnen schreibe und "meiner Ansicht sein" meine) und c) habe ich es versucht und es ging nicht und das ist nur ein Ausbund meines Wunsches nach Harmonie.


Ich stelle fest, dass ich Neid empfinde auf Leute, die mehr Geld verdienen/haben als ich. Nicht wahllos. Eigentlich ziemlich genau auf zwei Personengruppen: BWL-Studenten und Versicherungsvertreter. Ich habe kein Problem mit einem guten Handwerker, der für seine Leistung Geld kriegt (sieht man mal von KFZ-Mechanikern und der Firma, die meinen Computer versucht hat zu reparieren ab). Aber wenn schon jemand sagt "für den Betrag mache ich bei der Qualifikation, die ich habe, nicht mal den kleinen Finger krumm" - dann wetze ich in der Tasche schon das Messer. Kann sein, dass es nicht nur Neid ist sondern auch das Gefühl von Unfairness. Aber eigentlich kann ich mich nicht erinnern, diese Gefühle früher schon so krass mitbekommen zu haben.


Seit dieser Woche nehme ich wieder regelmäßig den frühen Zug und gucke immer am Bahnhof Hürth nach dem blonden Studenten, der eine Zeitlang immer diesen Zug genommen hat. Der war so süß. Schmal aber nicht dürr, blond mit einem lustigen, gekonnt verwuschelten Schopf, blaue, strahlende Augen. Gar nicht mein Typ, aber ein perfekter Tom. Tom ist ein Chara aus einem Spiel, das auch jetzt abgebrochen ist, aber dass ich für 4 Jahre (ca.) mit Leidenschaft betrieben habe. Ich weiß nicht, ob meine Vorstellung von Toms Aussehen mit der des Spielers übereinstimmt, aber ich musste immer lächeln, wenn ich ihn sah, diesen blonden Charmeur.

Da ist es der rechte.
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