Zorn (zorn) wrote,
Zorn
zorn

My Brain. Sometimes it is working although I do not operate it.

Das menschliche Hirn ist ein wunderbares Ding.

Ich glaube es gibt eigentlich nichts großartigeres. Es lässt uns fühlen, denken, entscheiden – leben. Es leistet mehr als ein Computer und es leistet es, ohne dass wir dafür großartig etwas tun müssen. Wir müssen diese Datenverarbeitungszentrale nur mit Informationen füttern und herauskommen wunderbare, großartige Ergebnisse.

Manchmal gehe ich die Straße entlang, oder fahre Fahrrad, oder sitze im Zug, und erlebe einen Moment großer Klarheit. Dinge verschieben sich, passen mit einem Male zusammen und alles rückt mit einem Mal an seinen Platz, passt sich ein in den wunderbaren Reigen der Dinge. Formt ein Muster, wo vorher keines war, öffnet neue Wege, deren Existenz ich nie ahnte, oder schließt Türe, von denen ich annahm, sie würde immer weit offen stehen.

Es ist wie ein kleines “Klick” und meine Welt ist nicht mehr die gleiche.

Diese Momente sind wie Gebete, die erhört werden, ohne dass man sie aufgesagt hat.

Dann schiebt sich etwas zurecht in meiner Welt, in meinem Gefühlsleben und ich kann besser erkennen, warum ich fühle, wie ich fühle, warum ich bin wie ich bin.

Da ich gerne weiß, wie ich ticke, sind mir solche Momente sehr kostbar.

In diesem Falle: zwei Links zugeschickt zu Bildern. Einer zu meinen eigenen, einer zu einer Fotogalerie, die ich zufällig gefunden hatte. Eine Rückmeldung bekommen. Nicht zu meinen Bilder.
Nicht viel und doch mehr als genug. Nicht das erste Mal, aber auf jeden Mal ein Mal zu viel.

Aber das, was mich am spannendsten fand war die Tatsache, dass es mich kaum noch berührte.

Das hat mir gefallen. An mir.

Es hat meine Theorie bestätigt, dass saubere Schnitte heilen können.

Und es hat mir einmal mehr gezeigt, dass es in meiner Welt einen Götzen gibt: das Wort. Das ich wie ein Geizhals seine Reichtümer abwägt, zählt, unter dem Okkular betrachtet, auf die Goldwaage lege, seziere, analysiere und als Waffe und als Schild mit mir trage.
Mein Wunsch nach Klarheit, nach Präzision, nach bewusster Artikulation ist meine Manie.
Manchmal muss es die Hölle sein, mit mir zu kommunizieren.

Aber für mich sind “gefühlte” Wörter, hineingelegte Aussagen, interpretierte Beleidigungen die Hölle.

Ich denke, das gleicht sich aus.

Ausgleich mag mich. Balance, die nicht ohne Spannung ist.

Fakt: im Schlaf kann das Hirn eine signifikant höhere Anzahl von Gedanken denken, als wenn wir wach sind. Drum ist drüber Schlafen auch eine gute Idee. Aber handeln muss man, wenn man wach ist.

Und das kann ich – weil mein Hirn auch dann arbeitet, wenn ich es nicht bewusst tue.

Gefällt mir.

Es ist ein schöner Tag – und ich hab jetzt frei.
Juchei!
Tags: sinnlos
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