Zorn (zorn) wrote,
Zorn
zorn

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Aschermittwoch



Was für ein Karneval.
Ich glaube, das war die erste Session, in der ich mir nicht die Decke über den Kopf gezogen und mich verkrochen habe. Andererseits kann ich von mir sagen, bis auf die Nubbelverbrennung habe ich nichts karnevaistisches getan.
Lic, Essen bei Tanja, Zeche, KitkatClub, Lic - das sind die Stationen meiner närrischen Woche. Weit und breit keine Pappnase zu sehen. Und dennoch ... war es "ne herrlisch jeile Zick".
Ich stelle zwei Tendenzen fest: ich bin gerne mit Leuten zusammen. So was wie das Essen bei Tanja, wo ich trotz fieser Schmerzen einfach nicht gehen wollte, weil es zu schön war, das ist für mich sehr, sehr kostbar. Ich glaube, ich hungere wirklich danach. Oder das Leute mich besuchen, einfach zum reden, gesellig sein, spielen, Musik hören. So normale Dinge.
Dann ist da noch das "weggehen". Damit meine ich nicht in ein Cafe oder zum Essen, wo es ruhig ist, wo es gesellig ist. Ich meine "Tanzen". Da hab ich eigentlich am liebsten niemanden dabei. Keine Verpflichtungen, keine gebrüllten Gespräche. Oder... naja, eigentlich finde ich es toll, wenn man zu mehreren ist. Aber es sollten halt alle zum Tanzen gehen wollen und sich keiner ausgeschlossen fühlen, weil er/sie eigentlich ne nette Unterhaltung wollte. Denn dafür ist mein soziales Gewissen zu stark, als dass ich das so einfach ignorieren könnte.
Ich denke noch beim Tanzen, das merke ich. Jedenfalls die meiste Zeit. ich denke über die Leute nach, die mit sind, über die um mich herum, über die, die mich sehen, die, die ich sehe.
Nur ganz selten verliere ich diesen Bezug zu meiner Umwelt und schaffe einen reinen Bezug zum Lied. Nicht zur Musik allein, aber zu Musik und Text. Darum, so blöd das bei EBM-Lieder sein mag, ist für mich der Text auch sehr wichtig. Er muss nicht mal sinnig sein oder so, aber er ist für mich eine Brücke hin zum Rhythmus.
Diese Freiheit in der Musik, dieses Mal nicht nachdenken ob ich zu dick bin, ob ich zu alt bin, ob ich cool genug bin, ob ich irgendwann einmal nicht mehr alleine bin, das sind schöne Momente. Sie sind anders, als ich verkopfter Mensch sonst bin. Es ist wie Urlaub von mir selbst.

Und das hatte ich dieses Wochenende. Ich weiß, ich werde mir in den nächsten Tagen über einige Dinge Gedanken machen:
- Kritik
- Toleranz
- Poser
- Sex
- Zukunft

Aber das ist dann ... and tonight is what it means to be young!

Wunderschöne Erinnerung
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