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Messe


Für mich waren die letzten Tage sowohl stressig als auch schön.
Dienstlich musste ich für drei Tage nach Stuttgart und so habe ich die Gelegenheit genutzt und ein paar "Kontakte" gepflegt.
Schließlich muss man ja ausnutzen, wenn man eine Reise gesponsort bekommt, die regulär 162 Euro kostet.

So habe ich mich Sonntag mit jul_steele getroffen. Leider hab ich mein Hotel überschätzt, die Lobby war nur ein Wohnzimmer, in dem sie etwas sonderbar auf die Dame an der Rezeption gewirkt haben muss, denn die Betonung bei dem Anruf: "Hier ist _jemand_ für sie..." war schon wild.
Aber das war ein gutes Zeichen *g*
Wir waren erst im besten und einzigen Kaffee von Leinfelden, dann noch in einem schönen italienischen Restaurant.

Es ist schön, wenn man jemanden trifft, mit dem man sich so angeregt unterhalten kann über die schönsten Hobbies, die man hat (alle *g*) und dabei Anregungen und Inspirationen erhält und vielleicht sogar bald mal etwas lesen darf, worauf ich seit ich Jul "kenne" neugierig bin. Zudem *tada* hab ich meinen ersten Wiskey getrunken.
Es ist - wenn man es so sieht - schön, wenn man eine Messe so nutzen kann, aber dann war ich auch echt traurig, dass es so schön war, aber doch halt auch "Appetit auf mehr" macht, was aber nicht so einfach ist.

Montag ging es dann auf die Messe, didacta, eine Bildungsmesse.

Es gibt, haben wir festgestellt, einen Erlass des Kultusministers, der besagt, dass Lehrer weder modische, noch vorteilhafte, noch gutsitzende Kleidung tragen dürfen. Für den Einsatz  feindlichen Krisengebiet Klassenzimmer werden vielmehr erdfarbene, gemusterte Pullover empfohlen.
Das hat für die unbeugsame Besatzung eines kleinen, unbeugsamen Weiterbildungsstandes den Vorteil, dass man die Besuchermassen sehr schnell klassifizieren kann: 95 % der vorbeiströmenden Menschen sind gleich als “nicht Zielgruppe für Abos” zu erkennen. Hier bietet man dann einmal die Bücher an (schickt die Leute aber besser an die Trainerbibliothek, denn der Abostand war hauptsächlich mit Marketing-Titeln für Trainer bestückt), erklärt aber bei den Zeitschriften gleich den Schwerpunkt “Weiterbildung für Führungskräfte”, damit die Leute schnell wissen, woran sie sind.

Der Stand selbst war zwar exponiert, direkt am Eingang zur Halle 10 oberhalb der Treppe, jedoch ließ unsere Nachbarschaft zu wünschen übrig.
Direkt gegenüber war Montag niemand und baute am Dienstag ein Vertrieb für Druckertinte auf (nein, der Bezug  zur Weiterbildung ist mir nicht klar) und daneben stand ein Stand der Citibank, wo eine Zwei-Personen-Drückerkolonne Mastercards verkaufen wollte (nein, auch hier sehe ich den Bezug nicht, aber jeder sei gewarnt, der noch hinfährt).
Neben uns stand ein Beamer-Produzent, der seine Mitarbeiter mit “ich bin SMART”-Buttons ausgestattet hatte, auch wenn manche Mitarbeite eher wie Kleintransporter wirkten. Dann folgte eine “Gasse” mit Hotels.

Die besonders auffällige Stellung hat jedoch auch den Nachteil, dass es dort zog wie “Hechtsuppe”. Wer immer dort steht, steht ständig in einem Strom kalter Luft. Dieses “Durchzugproblem” ist in fast allen Hallen da. Bei Gabal blätterten sich z.T. Die Bücher von selbst um – jedoch ist der Luftstrom dort eher warm.

Darum war ich ziemlich froh, als ich abends Schluss machen konnte. Schnell ins Hotel und dann los um Verena zu treffen. Verena hatte auch die entzückende Sophie mitgebracht, so dass wir dann, auch wenn Sophie etwas schmollte, weil sie keine Bücher kaufen konnte, und eigentlich auch nichts Essen wollte, zu dritt in eine American Diner fuhren, das nicht ganz so nah war, wie geplant, aber dafür wirklich sehenswert. Sehenswert auch die Kehrseite der Kellnerin, wo sich ein Drache in dem Spalt zwischen Hose und Shirt zeigte, dessen Schwänzchen an der gleichen Stelle verschwand wie der bei Taris.
Dort war Sophie auch wieder aufgetaut, so dass wir uns angeregt unterhielte. Verena und Sophie hatten Bildermappen mitgebracht. Und während Verena wunderbar mit Farben umgehen kann, sie nutzt ganz ungewöhnliche Farbspektren, ist Sophie die Königin der hübschen Elfen. Ich hoffe, die beiden malen noch oft zusammen.
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