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Zorn
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MAIn kleiner, schwarzer Kasten...

Ich glaube, ich war noch nie samstags im Lic.
Ich glaube auch, dass das keine ständige Einrichtung wird. Dafür gibt es zuviele Alternativen. Aber gestern wollte ich raus (Bewegen!), wollte keinen Aufwand betreiben und da kam es mir recht.
Und trotz allem war es am Ende ein guter Abend.

Ich hatte eigentlich nicht mehr vorgehabt, nach dem Ausflug in die Klinik wieder hinzugehen (ich war um 22:30 Uhr hineingegangen, hab mir "san Diego" angehört, während mir vor Schmerzen der Mund vollsabbert und bin wieder geganen) aber "Leaving on a Jetplane" in 15stimmig hat mich aus dem Haus getrieben.



Es waren einige da, die auch mittwochs da sind (der große Schweiger, Oli, ein paar der kleinen Punks), aber auch einige Fremdkörper - und ich weiß nicht, ob es Vorurteile sind, aber diese Leutz (nicht unbedingt Gothix) benehmen sich auch nicht. Die Tanzfläche ist schließlich nicht für sie alleine da. Und Platz brauchen wir alle, da schadet es nichts, wenn man ein bisschen gut, wie man sich selbst darstellt).
Der Charme des Intimen, der den Mittwoch auszeichnet, war jedenfalls nicht gegeben, auch wenn es durchaus nicht brechend voll war.

Nun, genug der Vorrede.

Es war ein schöner Abend.

Dank Vivian, Claudia und Michaela.
Sie haben ich gestern morgen auf dem Flohmarkt "kennengelernt". Ich stand an ihrem Stand (und zwar in kiwi-grünem T-shirt und Strickjacke mit knatschroter Federboa um den Hals - ich muss soooo deppert ausgesehen haben, zum Glück war ich nicht wirklich wach, so dass mir die Peinlichkeit nicht bewusst war *g*) und hörte die Frage: "Können wir denn heute Abend ins LaLic gehen, ist da was?" und ich antwortete (im Halbschlaf): "Da ist Walpugisnacht. . Witchs & Devils Dance..."
Das führte zu einer losen Verabredung ("Vielleicht sieht man sich ja..." "Wäre nett, ja...")

Und sie waren da. Wir haben uns super unterhalten. Ich konnte kaum Tanzen (man tanzt nicht gut selbst zu ganz netter Musik, wenn man Angst vor Zahnschmerzen hat und den Kopf deswegen nicht besonders bewegen will) und war ziemlich zugeknallt und nicht so super gut drauf, aber das war bald vergessen.

Wir konnten über so viel Reden. Sie sind eine WG, eine sehr kreative WG (Zeichnen, nähen, Musik, schreiben ... alles da. Nur nicht Fotografieren, aber das ist auch nicht wirklich kreativ, sondern reproduktiv, wie wir diskutiert haben *g*) und über diese Themen konnten wir uns großartig austauschen. Werke beschreiben, Gefühle beim werkeln ... es war groß.

Sie waren gestern auf dem Flohmarkt, weil sie ab heute in Magdeburg wohnen und die Reste des Hausstandes abstoßen wollten. Wir haben keine Adressen ausgetauscht. Das war ein einmaliger Abend - und damit noch besonderer.

Dann waren noch drei optische Erlebnisse, die so schön waren, dass sie sogar zu mir durchgedrungen sind.

Eine wunderschöne Frau: Sie war etwas Jünger als ich, Mitte 30 würde ich schätzen. Sie trug einen "Tüllrock", einen schweren Gürtel aus Leder, eine gutsitzende, nicht "zu" aufreizende, trägerlose Korsage aus Lack. Ein schmales, schwarzes Nietenband um den schlanken Hals, schwere Nietenarmbänder und Silberringe und ein Diadem, das man nicht immer unter ihrem Pony sah und die Haare superhübsch aufgesteckt. Ich mochte, dass sie etwas ausstrahlte, sich sehr, sehr elegant bewegte und kraftvoll tanzte und besonders den Mix ihrer Kleidung, gekonnt, extravagant, passend.

Eine weitere Frau *g*, die einen "Kristallbrocken" im Dekolete hängen hatte (so einen habe ich auch, rungetumbelter Bergkristall), direkt im Ausschnitt, am Ansatz zwischen den Brüsten und das Licht fiel von oben herein und brach sich in dem STein und schimmerte dann auf der Haut. Das sah einfach bei der eigentlich sehr schwachen Beleuchtung geil aus.

Und ein wunderbar männlicher Mann. Er trug einen engen Bondagerock (für die Drow da draußen :-)) und die Schultern unbedeckt (worauf ich ja total abfahre) und als er die Treppen emporstieg (wir standen unten zum Unterhalten, so dass ich ihn sehen konnte) raffte er mit einer Hand diesen Rock zusammen (logisch, um nicht auf den Saum zu treten mit seinen "dicken Tretern"). Diese zutiefst weibliche Geste führte er so selbstverständlich und so anmutig aus ohne dabei irgendwie unmännlich zu wirken oder albern, dass ich schwer beeindruckt war.

Wow, wunderbarere Abend.
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