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Besuch im Saarbrücken

Wie wichtig ist Macht?
Wie gefährlich ist Inzucht?

Sonderbare Fragen gehen mir nach meinem Wochendenbesuch in Saarbrücken im Kopf herum.
Für knapp drei Tage waren Sylke und ich zu Besuch bei T. und A., die dort mit T.s Kind zusammen wohnen.
A. ist für mich eine jener Frauen, mit denen ich mich ohne lange zu überlegen, irgendwie instinktiv vergleiche - auch wenn das vielleicht ein Fehler ist.
Der Grund dafür ist, dass sie genauso zu dick ist wie ich, und dass sie auf den ersten Blick einen vernünftigen, patenten Eindruck macht, recht massig (sie ist etwas größer als ich) rüber kommt - und dass sie mit T. scheinbar ein ähnliches Verhältnis hat, wie ich mit Helen.

Nun, ich glaube, ich bin über meine spontane Konkurrenz mit A. hinweg. Zu deutlich ist mir schon lange geworden, dass diese Frau weder patent und schon GAR NICHT vernünftig ist. (Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich das bin *grins* - aber ich glaube es gerne von mir).
Im Gegenteil, sie erinnert mich immer mehr an ein großes, bockiges Kind. Sie läßt sich auf manchmal fast entwürdigende Art und Weise von T. auf der Nase herumtrampeln und braucht wohl das Leiden.

Ich bilde mir jedoch ein, dass es A. ähnlich geht, dass auch sie sich mit mir vergleicht. Daher rührt es vielleicht her, dass ich ständig das Gefühl habe, dass A. es mir zeigen und beweisen will. Sie möchte Macht demonstrieren über mich.
Schade für sie, dass es dafür so gar keine Grundlage gibt - und gut für mich.
T. kannte ich vorher noch gar nicht. Aber sie ist wirklich ein interessantes Exemplar der Gattung chronisch-untervögelte Frau.
Sie ist ebenfalls zu fett, watschelt in weiten Röcken durch die Räume und macht dabei einen sehr trägen Eindruck, wie eine dicke Perserkatze, die sich durchfüttern lässt. Sie ist nicht hässlich, hat ein hübsches Gesicht, und ist wie man mir schon immer gesagt hat, sehr charmant. Ihr "Geständnis", dass sie eigentlich schwul ist (und ein schlanker Knabe) hat mich fast zum Lachen gebracht. Kenn ich denn nur so Spacken?

Während A. bei den letzten persönlichen Kontakten und so manchem Internet-Kontakt böse Dinge über ihr Leben unter T.s Knute erzählt hat, war sie jetzt eifrig drauf bedacht, dass Sylke und ich den Eindruck eines glücklichen Paares mitbekamen. Herzchen, Küsschen, Drückerchen.
Aber als es den ersten Stress gab, platzte das ab, wie Make Up, das man mit dem Spatel aufgetragen hat.

Was ist das denn, dass man seine Gäste, die 300 km angereist sind, ne Stunde alleine läßt (nicht dass es nicht auch eine erholsame Zeit gewesen wäre), um sich zu zanken und seiner Unfähigkeit und seinem Mangel an Improvisationstalent zu fröhnen?

Grausig war auch das Spiel. Ganz deutlich wurde mir gemacht, dass meine bisherigen Aktionen nicht so ins Konzept der Spielleiterin passten - ich hatte eine Anfall von "ich vergesse alles und weiß jetzt, dass alles in Ordnung ist".
TOLL! Da kommt man sich ernstgenommen vor *grins*-
Und das schönste - Sylke saß dann während mein Chara sich nochmal alles aneignetete, was er schon gelernt hat (nur noch viel schlimmer *kicher* - nämlich seine Abneigung und seine Verachtung für die Tremer-Brut), daneben ... Sehr nett gemacht.

In SB hab ich das Gefühl, hocken die Weiber zu dicht aufeinander.
Jede hatte mal was mit jeder, und alle hätten mal gerne was mit M., weil es die noch nicht gab für alle ... irgs...

T. und A. mit ihrer Schmarotzermentalität geben sich scheinbar gegenseitig genau das, was sie brauchen: A. das Gefühl gebraucht zu werden, was ihr hilft, mit ihrer Angst fertig zu werden (wird sie aber nicht), T., die jetzt mal irgendjemand versorgt und die endlich jemanden hat, der ihre simple, notgeile, wenn auch nicht unangenehme Art mit geheimnisvollem Charisma verwechselt.
Dazu eben M., die sich wie eine Schwester von Grima Schlangenzunge am Freitagabend dazu gesellte, und die Runde am Tisch in der Küche (wo ein grauenvolles Licht herrschte) durch eklig speckige Brillengläser betrachtete. Ich bin mir noch nicht sicher, ob die Frau psychisch defekt ist (mir hat sie Angst gemacht).
Stef, eine Frau, die so langweilig wirkt wie ein Schluck abgestandenes Wasser, und die sich den Anschein geben will, Pinky und Brain in einer Person zu sein (in etwa so sieht sie dann auch aus :)) - und die soviel redet, dass ich mir gewünscht hätte, sie wäre von einer spontanen Kehlkopflähmung befallen.
Einen frischeren Wind bring die "Kleine A." hinein in die Runde. Sie scheint dort zwar auch die meisten sozialen Kontakte zu pflegen, aber sie strickt an ihrem Leben und scheint das ganz durch ihre Brillengläser mit klugen, intelligenten Augen zu beobachten, ohne dass ihr etwas entgeht. Klein-A. gelingt das, worum sich T. so sehr bemüht: sie wirkt interessant und hintergründig. Fragt man sich nur, welche Abgründe verbirgt sie damit, dass sie immer so nett und harmlos tut?
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