Zorn (zorn) wrote,
Zorn
zorn

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Wieviel Freude in einen Briefumschlag geht :-)

First and foremost: Danke.

Ich habe soviele liebe und schöne Sachen bekommen.
Soviele schöne und tolle Karten.

Irgend jemand muss geplaudert haben, dass ich "Sprichwörter" (und besonders solche nicht so brave mit ein bisschen Zorn :-)) total liebe (es gab Zeiten, da hat die Hälfte meines verbalen Outputs aus solchen bestanden).

Danke, danke, danke.

Besonders blaufeuer, elfy, gerdimaus, gracey, teylen, jul_steele und virgincaipi sei gesagt, dass ich total verlegen war :-)

Und dann schulde ich oloriel noch fünf Traditionen.

Your mission, should you chose to accept it: The 1st player of this "game" starts with the topic "Five Holiday Traditions" and people who get tagged need to write a LiveJournal entry about their five holiday traditions as well as state this rule clearly. In the end, you need to choose the next five people to be tagged.




Schwer zu sagen für mich.
Früher war es Tradition, dass es Stress gab bei uns, ein Stress, der schon bei der Auswahl der Baumkugeln anfing. Meine Tante und meine Mutter wetteiferten nämlich in normalen Jahren um den modisch-prachtvollsten Baum. Das hieß, dass es jedes zweite Jahr einen komplett runderneuerten Baumschmuck gab. Der war entweder ganz rosa (Rosa Kugeln und Schleifen), oder ganz Rot (rote Kugeln und Schleifen), oder Rot-Gold (rote Kugeln und goldene Schleifen - da dafür die vorvorjahreskugeln recyclt wurden, war das eine Sparlösung), Lila (lila Kugeln und silberne Schleifen), in Glas (da weiß ich nicht mehr, ob es Schleifen gab), in Silber (silberne Kugeln und Schleifen, da es neues Schleifenband war, gilt dies als vollwertiger Wettbewerbs-Baum), ganz Golden (you got the point by now) oder auch mal mit bemalten cremefarbenen Kugeln mit Strohsternen (keine Schleifen, soweit ich mich erinnere). Achja, nen weißen Baum hatten wir auch noch.
Traditionell kam dann meine Tante (drei Häuser weiter wohnend) am Heilig Abend zu uns - lächelte säuerlich, und kaufte gedanklich schon neuen, noch exquisiteren Baumschmuck. Im nächsten Jahr feierte man dann offiziell unter dem Baum meiner Tante (dieser Wechsel war nötig, weil meine Oma sich nicht zweiteilen konnte) und meine Mutter betrachtete die großartigen Kugeln meiner Tante mit dem festen Vorsatz, für nächstes Jahr neuen, noch exquisiteren Baumschmuck zu kaufen.

War es ein friedliche Dezember (oder war das Geld irgendwie für besseres eingeplant) konnte es jedoch auch zu einem friedlichen, harmonischen Austausch der Kugeln kommen (das war aber so selten, dass man hier nicht von einer Tradition sprechen kann, nicht mal als Kölner).

Das erste (und einzige Mal), dass mir so mit 16-17 das Baumschmücken übertragen wurde, habe ich aus dem Kugelbestand meiner Mutter (der zwei Büroschränke von 80 cm B reite und 40 cm Tiefe füllt) eine knallbunte Auswahl getroffen (ach, blaue Kugeln müssen wir auch mal gehabt haben :-)) und einen richtigen Bunt-Baum geschmückt. Weil ich zudem noch Lamette (und KEINE Schleifen) dran tat, war ich nie wieder priveligiert, den Baum in meinem Elternhaus zu schmücken).

Aber ich beschreibe doch lieber die aktuellen Traditionen.

1) beginnt Weihnachten für mich am 22.12. - weil ich dann mit meiner besten Hannoveranischen Freundin ihren Geburtstag feiere. Daraus ergibt sich
2) Weihnachten (Heilig Abend) bin ich in Hannover
3) sehe ich Helen Heilig Abend beim Baumschmücken zu und lasse mir die Geschichte aller Dekorationsteile erzählen. Es hängen im Baum 100 kleine Teile, von denen die wenigsten ihr Leben als Christbaumschmuck begannen. Das ist die Folge von "unserem ersten Weihnachtsbaum". Helen und ich haben 14 Jahre zusammen gelebt und lange keinen eigenen Baum gehabt, da wir Weihnachten doch meist irgendwelche Familienbesuche machten (und unsere Wohnung klein war). Aber irgendwann, Helen war nach dem Tod ihrer Mutter in einen fiesen juristischen Streit verwickelt, hatte ich beschlossen: kleine Wohnung hin oder her - dieses Jahr kriegt Helen nen Weihnachtsbaum zum Geburtstag. Also habe ich ein Winzbaum (1 Meter oder so) gekauft und wollte ihn ihr statt Blumen schenken -- nur um am 21. abends mit blödem Gesicht da zu stehen, während Helen mit einem Winzbaum die Treppe hochkam ("Guck mal, den gönnen wir uns doch!"). Also ... war unsere Wohnung immer noch klein - aber wir hatten nun ZWEI Bäume - und die Probleme begannen erst. Denn die Christbaumkugeln (rot), die Helen sich über die Jahre gekauft hatte, waren im Haus ihrer Mutter, zu dem sie auf Anweisung des Testamentsvollstreckers keinen Zugang hatte.
Also hatten wir nun ZWEI Bäume und KEINE Kugel (nein, ich wollte keine von meiner Mutter borgen - ich bin ein stolz-bockiger Mensch).
Da haben wir alle Schubladen durchgekramt und ALLES was geeignet war, von Ohrringen, kleinen Figürchen, 70-jahre Perlenketten, Osterelfen, und was sich so fand, in die Bäume gehangen sowie zwei Dosen Winzkugeln (ihre Gold meine Blau) gekauft und .. Voilá: les Baumes! Und diese Geschichte und die Geschichte aller Teile erzählen wir uns jedes Jahr - und weil jedes Jahr ein oder zwei neue Teile dazu kommen (der Baum ist inzwischen 1,40 groß, Helen und ihr Mann haben eine große Wohnung :-)), wird die Geschichtenerzählerei jedes Jahr etwas länger.
4) gehen wir dann zu Helens Schwiegereltern, die die einzigen Menschen sind, die ich kenne, die einen altsilbernen Christbaum haben (man sieht, ich habe eine Manie, was Farben von Christbaumkugeln angeht) und dort schlagen wir uns die Wampen voll und hören uns an, dass das Essen ja gar nichts besonderes wäre - und dass die Geschenke nur Kleinigkeiten sind (aber es braucht große oder sehr viele Kleinigkeiten um solche Geschenke-Berge zu bilden - meist beides).
5) gehen wir dann rundgefressen in die Christmette in der Kirche, in der Helen und Matthias getraut worden sind (heißt es bei Evangelisch auch Christmette?). Die Pfarrerin merkt jedes Mal, dass wir da sind und baut dann einen Satz wie "Es kommen Weihnachten auch immer wieder Leute her, die hier getraut worden sind" in ihre Predigt ein - und nach jeder Messe (Gottesdienst heißt es glaub ich richtig) kommt sie zu uns und sagt: "An ihre Trauung erinnere ich mich noch gut und gerne".

Hochzeit



Das waren meine Weihnachtstraditionen.


Und ich tagge
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