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Zorn
zorn

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Regentropfen

Freitag.
FREItag.
Frei-tag.
Diese Woche habe ich mir diesen Tag wirklich verdient.
Nun, es wird mehr ein Frei-Abend sein.
Zurücklehnen, vielleicht spielen, vielleicht nochmal hinlegen nach der Arbeit (eher nicht, wie ich mich kenne), vielleicht mein Bild fertig zeichnen. Viel ist nicht mehr daran zu tun.
Es tut gut, kreativ zu sein. Es tut gut, etwas in Händen zu halten, ein Ergebnis zu haben, zu wissen, dass man etwas geschaffen hat.
Widerstände überwunden, Schwierigkeiten gemeistert.

Gestern Abend war ich auf einem "Get together". Ein Kunde, den ich auf der Arbeit betreue, hatte in ein Restaurant eingeladen (Schnörkellos) in Bonn. Leute aus dem Verlagswesen sollten sich dort zu einem guten Essen (und gut war es wirklich, sehr gut!) und angeregten Gesprächen (waren sie) treffen um sich "endlich einmal persönlich kennen zu lernen".
Erst wusste ich nicht genau, was ich mir darunter vorzustellen habe. Schließlich ist es doch recht schwierig, eine größere Gruppe von Geschäftspartnern zusammen zu bekommen (in meinem Metier) für ein Abendessen. Meist bedingt die bei vielen (der Mehrzahl wäre es bei mir/uns) Kunden nötige lange Anfahrt und Übernachtung, dass ein zwangloses Abendessen nicht möglich ist, nicht unter der Woche.
Auch die Damen von der Prisma hatten wohl Schwierigkeiten, ihren Plan umzusetzen, obwohl sie für den "Verlag für die Deutsche Wirtschaft" eine UNMENGE von Produkten (über 110) betreuen. Von den geladenen Gästen haben nur neun zugesagt, und von diesen sagten am Tag selbst, also gestern, noch drei ab. Wir waren also als Gäste mit sechs Leuten nur knapp in der Überzahl bei vier Gastgeberinnen.
Dafür war es eine lustige Mischung. Eine Dame war von der Emma (Köln), ein Herr von der Spiegelgruppe (Regional), ein Herr vom Handelsblatt (Außendienstler aus Wuppertal), ein Herr (orthodoxer Grieche mit einem 26 Buchstaben langen Namen - den ich nicht memorieren konnte) von der VVA (Bonn). Dazu eine Dame, die ich aus "geographischen" Gründen weder gesehen noch (aus Schüchternheit?) gehört habe.
Der Auftakt zum Gespräch war wild, mein Tischherr war der Grieche und der erklärte, auf meinen Teller deutend: "Morgen ist ja Karfreitag".
Zum Glück halte ich nichts von der Regel, im Smalltalk niemals Religon erwähnen, und hatte mal eine Freundin, die Orthodoxe war, so dass ich mitreden konnte.
Nun, danach ging es hoch her, Kindertoilettenpapier, Herrenmagazine, Feuerlaufen ... alles da.
Und köstliches Essen.
War schön.
Aber der 4 Tag der Woche, so mein Abend geplant war.

So sitze ich jetzt hier, gehe gleich leichten Mutes zur Arbeit und lausche dem Regen draußen im schönste aller Hinterhöfe und freu mich auf mein freies Wochenende!
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